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 Motiv: ©dusanpetkovic1  - stock.adobe.com

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Konjunkturaufhellung stützt Saar-Arbeitsmarkt, aber kein Grund zur Entwarnung


Im August ist die Arbeitslosigkeit weiter leicht gestiegen. Auch wenn dabei ein Corona-Effekt kaum noch feststellbar ist und die zuletzt erkennbare leichte Konjunkturaufhellung den Arbeitsmarkt unterstützt, kann von einer generellen Trendwende nicht die Rede sein. Denn mit 41.750 Arbeitslosen waren in diesem August an der Saar immerhin 7.796 Menschen mehr ohne Beschäftigung als ein Jahr zuvor (+23 Prozent). Und mehr August-Arbeitslose gab es im Saarland zuletzt im Jahr 2007. Selbst auf dem Höhepunkt der Weltfinanzkrise im Jahr 2009 lag die Arbeitslosigkeit im Vergleichsmonat mit 40.235 Arbeitslosen deutlich darunter.

Aktuell liegt die Saar-Arbeitslosenquote unverändert bei 7,8 Prozent. Im Bund ist die Quote von 6,3 auf 6,4 Prozent gestiegen. Bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie haben eine schwache Konjunktur und strukturelle Probleme den Arbeitsmarkt an der Saar unter Druck gesetzt. Im Ergebnis ist in den letzten Jahren der Abstand zu den anderen Bundesländern gewachsen. Aktuell weisen nur noch sechs Bundesländer eine höhere Arbeitslosenquote auf. Bezogen auf den Spitzenreiter Bayern ist die Quote im Saarland fast doppelt so hoch.

Bis auf den erneuten Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zeigte sich in den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes im August nur wenig Bewegung. So stieg die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland von 7,3 auf 7,5 Prozent. Deutschlandweit von 6,3 auf 6,9 Prozent. Hintergrund ist, dass sich weiterhin viele junge Menschen nach dem Ende ihrer Schul- oder Berufsausbildung arbeitsuchend melden. Die Arbeitslosenquote der 55 bis unter 65-Jährigen stieg hierzulande von 6,6 auf 6,7 Prozent. Im Bund von 6,1 auf 6,2 Prozent. Leicht gesunken ist dagegen im Saarland die Quote arbeitsloser Ausländer: von 22,6 auf 22,5 Prozent. Im Bund stieg sie dagegen von 15,5 auf 15,6 Prozent. Im Ergebnis hinkt das Saarland dem Bund nach wie vor in allen drei Teilsegmenten des Arbeitsmarktes hinterher.

Im Hinblick auf die Beschäftigung verstärkt die Corona-Krise den bestehenden Negativtrend. Im Juni (neuere Daten liegen noch nicht vor) ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an der Saar erneut leicht gesunken, von 386.700 im Mai auf 386.100. Auch wenn dies im längerfristigen Vergleich immer noch ein hohes Beschäftigungsniveau ist, zeigt der Vorjahresvergleich doch einen deutlichen Beschäftigungsrückgang. Gegenüber Juni 2019 beträgt er im Saarland -1,3 Prozent (-5.268 Arbeitsplätze). Damit liegt das Saarland im Bundesvergleich auf dem vorletzten Platz, nur in Thüringen war der Verlust mit -1,5 Prozent größer. Der Bundesdurchschnitt liegt bei -0,2 Prozent.

„Trotz leichter konjunktureller Belebungstendenzen bleibt der Saar-Arbeitsmarkt auch im August weiter angespannt. Zwar zieht die Einstellungsbereitschaft in einigen Branchen wieder etwas an, doch die eigentliche Bewährungsprobe kommt erst noch. Denn neben den Auswirkungen der Corona-Krise, die insbesondere im Handel, in der Tourismus-, Kreativ- und Kulturwirtschaft Beschäftigung kostet, haben die Unternehmen der Saarindustrie weiterhin den tiefgreifenden Strukturwandel zu bewältigen. Dies gilt vor allem für den Fahrzeugbau, die Stahlindustrie und den Maschinenbau, wo mit weiteren Kapazitätsanpassungen gerechnet werden muss. Um Strukturbrüche und einen größeren Beschäftigungsabbau zu vermeiden, braucht es jetzt kräftige Strukturhilfen des Bundes.“ So kommentierte IHK-Geschäftsführer Dr. Carsten Meier die heute (1. September) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

Mehr Beschäftigung, weniger Arbeitslose (jpg)

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Saarland (jpg)

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Bund (jpg)

6 Bundesländer mit höheren Arbeitslosenquoten als im Saarland (jpg)

Entwicklung der Beschäftigung im Saarland (jpg)

Entwicklung der Beschäftigung im Vergleich zum Bund (jpg)



Ihr Anliegen ist unser Auftrag

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Konjunkturaufhellung stützt Saar-Arbeitsmarkt, aber kein Grund zur Entwarnung