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 Motiv: ©sebra Fotolia.com

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Kennzahl: 17.15010
12.02.2020

Keine Beendigung einer GmbH-Liquidation bei behaupteter Vermögenslosigkeit


Alleine eine behauptete Vermögenslosigkeit führt nicht dazu, dass die Liquidation einer GmbH beendet ist. Zunächst müssen die Gläubiger der GmbH Gelegenheit haben, ihre noch offenen Ansprüche gegen die Gesellschaft geltend zu machen. Das Kammergericht Berlin hat dabei als Gläubiger vor allem auch das Finanzamt angesehen. Anders dagegen bei Personengesellschaften: Werden sie liquidiert, ist es ohne Belang, ob die Finanzverwaltung noch Steuerforderungen gegen die betroffene OHG oder KG hat. In diesem Falle greift nämlich dann die Haftung der Gesellschafter.
Kammergericht Berlin, Beschluss vom 22. Juli 2019, Aktenzeichen 22 W 29/18