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Weiterbildung

Der Bereich Weiterbildung der IHK macht fit für den Wettbewerb

Weiterbildung bedeutet Zukunftssicherung

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Die technische und wirtschaftliche Entwicklung nimmt immer schnellere Wendungen. Wer in Zukunft wettbewerbsfähig sein will, muss sich den neuen Herausforderungen und dem Wandel stellen. Die IHK stellt mit ihrem Bereich Weiterbildung, der zum Geschäftsbereich Beruf und Bildung unter Leitung von IHK-Geschäftsführer Peter Nagel gehört, ein starkes Angebot sowohl für Unternehmen als auch für Angestellte auf, welches stets flexibel auf neue Anforderungen abgestimmt werden kann.

Wichtiges Beispiel dafür sind die IHK Zertifikatslehrgänge und Praxistrainings. „Hier können wir ganz gezielt auf spezifische Anforderungen von Unternehmen eingehen und auf den exakten Bedarf hin Inhalte und Curricula entwickeln“, so schildert Jürgen Tilk, Leiter des IHK-Bereichs Weiterbildung, diese Kernkompetenz. Das Programm bietet für jede Branche passende Inhalte und Formate. Dabei nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Weiterbildung die Nähe derIHK zum Markt und zu den Unternehmen. „Daher können wir auf aktuelle Entwicklungen sehr schnell eingehen und unser Programm auch erweitern“, so Tilk weiter. So werden auch Wissensbestände in Unternehmen systematisiert und gesichert. Denn häufig geht das Know-how von Mitarbeitern aus dem Unternehmen weg, wenn diese in Rente gehen oder das Unternehmen verlassen. So kann Know-how für die Zukunft gesichert und weitergegeben werden.
Die IHK-Zertifikatslehrgänge und -Praxistrainings werden in Kooperation mit freien Bildungspartnern angeboten. Die IHK stellt den Unternehmen und den Lehrgangsteilnehmern ein verlässlich hohes Qualitätsniveau sicher und setzt entsprechende Standards. Das ist umso wichtiger, als diese Maßnahmen außerhalb der Regelungen der Berufsbildungsgesetze laufen. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich für neue bzw. auch höhere Aufgaben fit machen wollen, ist dies eine wichtige Orientierung.
Gleichzeitig organisieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Weiterbildung die Fortbildungsprüfungen der Höheren Berufsbildung nach den geltenden rechtlichen Belangen und auf Basis einheitlicher Qualitätsstandards. So können sich Weiterbildende auf bundesweit einheitliche Inhalte und Vorgaben verlassen. Die Prüfungen werden zentral und zeitgleich von den rund 80 IHKn in der Bundesrepublik durchgeführt.
Dies ist auch die Voraussetzung dafür, dass die saarländische Landesregierung die Fortbildung fördern kann, indem sie für erfolgreich bei der IHK abgelegte Fortbildungsprüfungen einen Bonus von 1.000 Euro auslobt – den so genannten Aufstiegs- bzw. Meisterbonus. Die entsprechenden Anträge werden vom IHK-Team im Auftrag des Wirtschaftsministeriums geprüft und bewilligt.
A propos Förderung: Eine interessante Fördermaßnahme ist das Aufstiegsbafög des Bundes. Es kann unkompliziert bei Ämtern für Ausbildungsförderung der saarländischen Kreise und der Stadt Saarbrücken beantragt werden. Es setzt sich aus einem Förder- und einem Darlehensanteil zusammen. Bei Kombination der beiden Förderungsbausteine und bei erfolgreich abgeschlossener Weiterbildung kann so eine Förderquote von 75 Prozent erreicht werden. Kleine und mittlere Unternehmen können sich die Weiterbildungen ihrer Mitarbeiter durch das Programm Kompetenz durch Weiterbildung des Saarlandes (KdW) fördern lassen.

Marketing für die Weiterbildung

Deshalb gehört es auch zu den Aufgaben des IHK-Bereichs Weiterbildung, Anreize für eine Weiterbildung zu schaffen. Derzeit sucht man von Seiten der IHK die Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer, der Arbeitskammer und dem Wirtschaftsministerium, um die Weiterbildungsteilhabe durch gezielte Marketingmaßnahmen zu erhöhen. Dabei werden zwei Zielgruppen unterschieden: die aktiv Suchenden und die Unbestimmten. Zu den aktiv Suchenden gehören zum Beispiel Fachkräfte, die schon zum Ende ihrer Ausbildung ungefähr wissen, welche Richtung sie einschlagen werden, z. B. Industriemeister oder Fachwirte. Zu den Unbestimmten gehören alle, die einen latenten Bedarf an Weiterbildung haben, aber nicht genau wissen, welchen Weg sie dazu einschlagen möchten und welches Angebot für sie das richtige ist. Bei anderen wiederum ist der Bedarf an Weiterbildung gar erst zu wecken. Ein erstes Projekt unter Federführung der Arbeitskammer ist dabei die Entwicklung der saarländischen Weiterbildungsdatenbank zu einem interaktiven Portal, das in naher Zukunft alle Suchanfragen rund um das Thema Weiterbildung bündeln und erleichtern soll. Mittelfristig ist dabei angedacht, KI-Technologien zum Einsatz zu bringen, deren Algorithmen latente Weiterbildungsbedarfe erkennen, um den Nutzern dann eigenständig Angebotsvorschläge unterbreiten zu können.
Überhaupt gehört Beratung ebenfalls zur Kernkompetenz im IHK-Bereich Weiterbildung. Unternehmen wie Angestellte oder Selbstständige finden hier Rat. Zum einen wissen die Experten im Haus, welche Themen in Zukunft gefragt sein werden, welche Lehrgänge darauf die besten Antworten bieten und welche Anbieter die passende Kompetenz dazu aufbringen. Die IHK kann hier aufgrund ihrer Neutralität die richtige Empfehlung aussprechen.
Beratungsbedarf besteht auch bei Studienaussteigern, die im Studium bereits weiter fortgeschritten sind – d.h. mehr als 90 ECTS-Punkte aufweisen, zum Teil auf praktische Erfahrungen in Unternehmen verweisen können, jetzt aber eine neue Orientierung suchen. Sie finden im IHK-Bereich Weiterbildung Ansprechpartner, die ihnen Wege aufzeigen und neue Ziele, z. B. in der Höheren Berufsbildung, vermitteln können.

Der Weiterbildung Stimme geben

Darüber hinaus gehört die Gremienarbeit zu den wichtigen Aufgaben des IHK-Bereichs Weiterbildung. So äußert sich die IHK Saarland in Zusammenarbeit mit dem DIHK im Arbeitskreis Weiterbildung in Berlin, um eine klare Positionierung der Bundesregierung gegenüber zu formulieren. Auch wird die saarländische Landesregierung regelmäßig mit Stellungnahmen zur Weiterbildung unterstützt. Zuletzt hat sich die IHK-Organisation beim Bund erfolgreich dafür stark gemacht die Begriffe Bachelor Professional für Meister/Fachwirte und Master Professional für Betriebswirte/technische Betriebswirte mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes zum Jahresbeginn einzuführen. Damit kommt deren Gleichwertigkeit gegenüber den akademischen Abschlüssen nun auch in deren Bezeichnungen zum Ausdruck.
Gleichzeitig bringt sich die IHK im Landesbeirat für Weiterbildung ein, um mit ihren Erkenntnissen, Einblicken und Erfahrungen ihren Beitrag für eine erfolgreiche und zukunftsweisende Weiterbildung im Saarland zu leisten.
So leistet der IHK-Bereich Weiterbildung mit seinen Kompetenzen in Beratung und Qualifizierung, Förderung und Qualitätssicherung sowie Gremienarbeit und Veranstaltungen einen umfangreichen Beitrag zur Zukunftssicherung und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Saarland.

Zahlen und Fakten
30 Fortbildungsprofile der Höheren Berufsbildung
400 Fortbildungsabsolventen
60 aktive Partnerbildungseinrichtungen
180 kooperative Zertifkatslehrgänge
1.500 Zertifikatsabsolventen