Offizielle Internetpräsentation der IHK Saarland



 Motiv: ©Michail Petrov - stock.adobe.com

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Kennzahl: 2340

Überbrückungshilfe ‎– Informationen im Überblick


Die Überbrückungshilfe unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind. Es handelt sich um unbürokratische und schnelle Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Überbrückungshilfe II läuft derzeit noch bis zum 31. Dezember 2020. Sie wird als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert. Die Details werden zeitnah bekannt gegeben. Bei dieser wird es weitere Verbesserungen geben, z.B. bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen. Bei der Höhe sind anstelle von bislang max. 50.000 Euro pro Monat künftig bis zu max. 200.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich.

Die neue Überbrückungshilfe III wird zudem die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbstständige“ umfassen. Damit soll der besonderen Situation von Soloselbstständigen, insbesondere Künstlern und Kulturschaffenden, Rechnung getragen werden. Sie erhalten künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss. Dazu wird die bisherige Erstattung von Fixkosten ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe). Damit können Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, einmalig 25 Prozent des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u.ä. anzurechnen. Es handelt sich um einen unbürokratischen und schnellen Zuschuss, der – wenn die Antragsvoraussetzungen vorliegen – nicht zurückzuzahlen ist.
 
Die Beantragung der Überbrückungshilfe II-III läuft ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und steuerberatende Rechtsanwälte. Diese können sich auf der zentralen Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie registrieren:www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Überbrückungshilfe II: Das Wichtigste

Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.
  • Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro.
  • Erhöhung der Fördersätze. Künftig werden erstattet
    90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
    60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten) und
    40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch).
  • Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.
    Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.
  • Max. Zuschussbetrag: 200.000 Euro.


Wann können Anträge gestellt werden?

Die Corona-Überbrückungshilfe II kann seit 21.Oktober bis spätestens 31. Dezember 2020 beantragt werden.

Welche Unternehmen sind antragsberechtigt?

Grundsätzlich sind Unternehmen aller Größen (mit Ausnahme der explizit unter den Ausschlusskriterien genannten Unternehmen unabhängig von der Mitarbeiterzahl), Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen antragsberechtigt, die mindestens eines der folgenden beiden Kriterien erfüllen:
  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
  • Unternehmen, die vor dem 1. April 2019 gegründet wurden und aufgrund von starken saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts, im Zeitraum April bis August 2019 zusammen weniger als 15 Prozent des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, werden von der vorgenannten Bedingung des Umsatzrückgangs freigestellt.
Als Unternehmen gilt dabei jede rechtlich selbstständige Einheit (mit eigener Rechtspersönlichkeit) unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich am Markt tätig ist und zum Stichtag 29. Februar 2020 zumindest einen Beschäftigten (unabhängig von der Stundenanzahl) hatte (inklusive gemeinnützigen Unternehmen bzw. Sozialunternehmen, Organisationen und Vereinen). Bei Gesellschaften bürgerlichen Rechts und Unternehmen anderer Rechtsformen ohne weitere Beschäftigte (neben den Inhabern) muss zumindest ein Gesellschafter im Haupterwerb für das Unternehmen tätig sein.
Gemeinnützige Organisationen (i.S.d. §§ 51 ff AO) wie beispielsweise Jugendherbergen, Schullandheime, Familienferienstätten, Träger des internationalen Jugendaustauschs oder der politischen Bildung, sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe oder freie Träger der Auslandsadoptionsvermittlung sind somit antragsberechtigt.

Abweichend davon, sind folgende Unternehmen explizit nicht antragsberechtigt (Ausschlusskriterien):
  • Unternehmen, die nicht bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind,
  • Unternehmen, ohne inländische Betriebsstätte oder Sitz,
  • Unternehmen, die sich bereits zum 31.12.2019 in (wirtschaftlichen) Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition) und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben,
  • Unternehmen, die erst nach dem 31.10.2019 gegründet wurden,
  • Öffentliche Unternehmen,
  • Unternehmen (inkl. verbundene Unternehmen), die die Größenkriterien für den Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds erfüllen,
  • Unternehmen mit mindestens 750 Mio. Euro Jahresumsatz8 und
  • Freiberufler oder Soloselbständige im Nebenerwerb.
Verbundene Unternehmen dürfen nur einen Antrag für alle verbundenen Unternehmen gemeinsam stellen.

Voraussetzungen und Bedingungen
  • Eine Einstellung der Geschäftstätigkeit vollständig oder zu wesentlichen Teilen in Folge der Corona- Krise wird angenommen, wenn der Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum von April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent eingebrochen ist im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten oder um mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
  • Von dieser Bedingung werden Unternehmen freigestellt, die im Zeitraum vor dem 01. April 2019 gegründet wurden und wegen saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts, im Zeitraum April bis August 2019 zusammen weniger als 15 Prozent des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben.
  • Bei Unternehmen, die nach dem 30. Juni 2019 gegründet worden sind, sind statt der jeweiligen Vorjahresmonate 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.
  • Der Antragsteller darf sich am 31. Dezember 2019 gemäß EU-Definition nicht in Schwierigkeiten befunden haben.
  • Die Zuschüsse sind zurückzuzahlen, sollte das Unternehmen nicht bis August 2020 fortgeführt werden. Eine Auszahlung der Zuschüsse an Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt oder die Insolvenz angemeldet haben, ist ausgeschlossen.
Wer stellt den Antrag?

Als Unternehmer können Sie den Antrag nicht selbst stellen. Die Beantragung läuft ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und steuerberatende Rechtsanwälte. Einen Steuerberater-Suchdienst finden Sie z.B. auf der Internetseite der Steuerberaterkammer Saarland.

Alle Informationen und FAQs finden Sie auf der zentralen Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Corona-Überbrückungshilfe I

Die erste Phase der Überbrückungshilfe, welche die Monate Juni bis August umfasst hat, ist vorbei. Eine rückwirkende Antragstellung ist nicht möglich.

Änderungsanträge

Zu einem bereits bewilligten oder teilbewilligten Antrag kann bei erheblichem Änderungsbedarf ein begründeter Änderungsantrag gestellt werden.

Änderungsanträge können noch bis einschließlich 30. November 2020 eingereicht werden.

Voraussetzung für einen Änderungsantrag ist jedoch, dass die Änderungen zu einer Erhöhung des Zuschusses führen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der tatsächlich eingetretene Umsatzeinbruch höher ist als der prognostizierte oder die tatsächlich angefallenen Fixkosten die prognostizierten übersteigen. Natürlich sind auch andere Fälle die zu einer Erhöhung führen möglich.

Hinweis:Da eine Schlussabrechnung erstellt wird, sind Änderungsanträge die nicht zur einer Erhöhung des Zuschusses führen nicht relevant.

Schlussabrechnung

Die Schlussabrechnung ist durch den Steuerberater bis zum 31. Dezember 2021 für den Antragsstellenden einzureichen. Diese umfasst:
  • den Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai: Die in den Monaten April und Mai 2020 tatsächlich vorgelegenen Umsatzzahlen, sowie der tatsächlich entstandene Umsatzeinbruch sind durch einen Steuerberater an die zuständige Bewilligungsstelle zu übermitteln. Sollte der prognostizierte Umsatzrückgang von 60 Prozent nicht erreicht worden sein, wurde die Förderberechtigung also nicht erfüllt, muss der ausgezahlte Förderzuschuss in gesamter Höhe zurückgezahlt werden.
  • den Umsatzrückgang in den jeweiligen Fördermonaten: Die in den jeweiligen Fördermonaten tatsächlich vorgelegenen Umsatzzahlen, sowie der tatsächlich entstandene Umsatzeinbruch sind ebenfalls an die zuständige Bewilligungsstelle zu übermitteln. Bei Abweichungen von der Umsatzprognose müssen zu viel gezahlte Zuschüsse zurückgezahlt werden. Die Umsatzsteuervoranmeldung ist vom Steuerberater bei der Bestätigung der endgültigen Umsatzzahlen zu berücksichtigen.
  • die Fixkostenabrechnung der jeweiligen Fördermonate: Die tatsächlich entstandenen Fixkosten sind ebenso vom Steuerberater an die zuständige Bewilligungsstelle zu übermitteln. Bei Abweichungen von der ursprünglichen Kostenprognose müssen gegebenenfalls ausgezahlte Zuschüsse für den betroffenen Fördermonat zurückgezahlt werden. Nachzahlungen sind in derÜberbrückungsphase I ausgeschlossen.
Wird keine Schlussabrechnung eingereicht, ist die Corona-Überbrückungshilfe I in voller Höhe zurückzuzahlen. Ansonsten erfolgt eine Rückzahlung nur, wenn die bereits erhaltenen Zuschüsse den endgültigen Anspruch übersteigen.



Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.
  • Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro.
  • Erhöhung der Fördersätze. Künftig werden erstattet
    90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
    60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten) und
    40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch).
  • Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.
    Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.
  • Max. Zuschussbetrag: 200.000 Euro.

Infos zum Antrag für Überbrückungshilfe II

Wann können Anträge gestellt werden?

Die Corona-Überbrückungshilfe II kann über den Steuerberater seit 21.Oktober bis spätestens 31. Dezember 2020 beantragt werden.

Welche Unternehmen sind antragsberechtigt?

Grundsätzlich sind Unternehmen aller Größen (mit Ausnahme der explizit unter den Ausschlusskriterien genannten Unternehmen unabhängig von der Mitarbeiterzahl), Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen antragsberechtigt, die mindestens eines der folgenden beiden Kriterien erfüllen:
  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
  • Unternehmen, die vor dem 1. April 2019 gegründet wurden und aufgrund von starken saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts, im Zeitraum April bis August 2019 zusammen weniger als 15 Prozent des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, werden von der vorgenannten Bedingung des Umsatzrückgangs freigestellt.
Als Unternehmen gilt dabei jede rechtlich selbstständige Einheit (mit eigener Rechtspersönlichkeit) unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich am Markt tätig ist und zum Stichtag 29. Februar 2020 zumindest einen Beschäftigten (unabhängig von der Stundenanzahl) hatte (inklusive gemeinnützigen Unternehmen bzw. Sozialunternehmen, Organisationen und Vereinen). Bei Gesellschaften bürgerlichen Rechts und Unternehmen anderer Rechtsformen ohne weitere Beschäftigte (neben den Inhabern) muss zumindest ein Gesellschafter im Haupterwerb für das Unternehmen tätig sein.
Gemeinnützige Organisationen (i.S.d. §§ 51 ff AO) wie beispielsweise Jugendherbergen, Schullandheime, Familienferienstätten, Träger des internationalen Jugendaustauschs oder der politischen Bildung, sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe oder freie Träger der Auslandsadoptionsvermittlung sind somit antragsberechtigt.

Abweichend davon, sind folgende Unternehmen explizit nicht antragsberechtigt (Ausschlusskriterien):
  • Unternehmen, die nicht bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind,
  • Unternehmen, ohne inländische Betriebsstätte oder Sitz,
  • Unternehmen, die sich bereits zum 31.12.2019 in (wirtschaftlichen) Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition) und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben,
  • Unternehmen, die erst nach dem 31.10.2019 gegründet wurden,
  • Öffentliche Unternehmen,
  • Unternehmen (inkl. verbundene Unternehmen), die die Größenkriterien für den Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds erfüllen,
  • Unternehmen mit mindestens 750 Mio. Euro Jahresumsatz8 und
  • Freiberufler oder Soloselbständige im Nebenerwerb.
Verbundene Unternehmen dürfen nur einen Antrag für alle verbundenen Unternehmen gemeinsam stellen.

Voraussetzungen und Bedingungen
  • Eine Einstellung der Geschäftstätigkeit vollständig oder zu wesentlichen Teilen in Folge der Corona- Krise wird angenommen, wenn der Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum von April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent eingebrochen ist im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten oder um mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
  • Von dieser Bedingung werden Unternehmen freigestellt, die im Zeitraum vor dem 01. April 2019 gegründet wurden und wegen saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts, im Zeitraum April bis August 2019 zusammen weniger als 15 Prozent des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben.
  • Bei Unternehmen, die nach dem 30. Juni 2019 gegründet worden sind, sind statt der jeweiligen Vorjahresmonate 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.
  • Der Antragsteller darf sich am 31. Dezember 2019 gemäß EU-Definition nicht in Schwierigkeiten befunden haben.
  • Die Zuschüsse sind zurückzuzahlen, sollte das Unternehmen nicht bis August 2020 fortgeführt werden. Eine Auszahlung der Zuschüsse an Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt oder die Insolvenz angemeldet haben, ist ausgeschlossen.
Wer stellt den Antrag?

Als Unternehmer können Sie den Antrag nicht selbst stellen. Die Beantragung läuft ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und steuerberatende Rechtsanwälte. Einen Steuerberater-Suchdienst finden Sie z.B. auf der Internetseite der Steuerberaterkammer Saarland.

Alle Informationen und FAQs finden Sie auf der zentralen Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Corona-Überbrückungshilfe I

Die erste Phase der Überbrückungshilfe, welche die Monate Juni bis August umfasst hat, ist vorbei. Eine rückwirkende Antragstellung ist nicht möglich.

Änderungsanträge

Zu einem bereits bewilligten oder teilbewilligten Antrag kann bei erheblichem Änderungsbedarf ein begründeter Änderungsantrag gestellt werden.

Änderungsanträge können noch bis einschließlich 30. November 2020 eingereicht werden.

Voraussetzung für einen Änderungsantrag ist jedoch, dass die Änderungen zu einer Erhöhung des Zuschusses führen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der tatsächlich eingetretene Umsatzeinbruch höher ist als der prognostizierte oder die tatsächlich angefallenen Fixkosten die prognostizierten übersteigen. Natürlich sind auch andere Fälle die zu einer Erhöhung führen möglich.

Hinweis:Da eine Schlussabrechnung erstellt wird, sind Änderungsanträge die nicht zur einer Erhöhung des Zuschusses führen nicht relevant.

Schlussabrechnung

Die Schlussabrechnung ist durch den Steuerberater bis zum 31. Dezember 2021 für den Antragsstellenden einzureichen. Diese umfasst:
  • den Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai: Die in den Monaten April und Mai 2020 tatsächlich vorgelegenen Umsatzzahlen, sowie der tatsächlich entstandene Umsatzeinbruch sind durch einen Steuerberater an die zuständige Bewilligungsstelle zu übermitteln. Sollte der prognostizierte Umsatzrückgang von 60 Prozent nicht erreicht worden sein, wurde die Förderberechtigung also nicht erfüllt, muss der ausgezahlte Förderzuschuss in gesamter Höhe zurückgezahlt werden.
  • den Umsatzrückgang in den jeweiligen Fördermonaten: Die in den jeweiligen Fördermonaten tatsächlich vorgelegenen Umsatzzahlen, sowie der tatsächlich entstandene Umsatzeinbruch sind ebenfalls an die zuständige Bewilligungsstelle zu übermitteln. Bei Abweichungen von der Umsatzprognose müssen zu viel gezahlte Zuschüsse zurückgezahlt werden. Die Umsatzsteuervoranmeldung ist vom Steuerberater bei der Bestätigung der endgültigen Umsatzzahlen zu berücksichtigen.
  • die Fixkostenabrechnung der jeweiligen Fördermonate: Die tatsächlich entstandenen Fixkosten sind ebenso vom Steuerberater an die zuständige Bewilligungsstelle zu übermitteln. Bei Abweichungen von der ursprünglichen Kostenprognose müssen gegebenenfalls ausgezahlte Zuschüsse für den betroffenen Fördermonat zurückgezahlt werden. Nachzahlungen sind in derÜberbrückungsphase I ausgeschlossen.
Wird keine Schlussabrechnung eingereicht, ist die Corona-Überbrückungshilfe I in voller Höhe zurückzuzahlen. Ansonsten erfolgt eine Rückzahlung nur, wenn die bereits erhaltenen Zuschüsse den endgültigen Anspruch übersteigen.



Ihr Anliegen ist unser Auftrag

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