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Saarkonjunktur: Auftriebskräfte bleiben gedämpft

Exporte weiter auf gedrücktem Niveau

25.07.2013

Die Geschäftslage der Saarwirtschaft hat sich im Juli nach einem viermaligen Anstieg wieder etwas verschlechtert. Der IHK-Lageindikator ist gegenüber dem Vormonat um 1,8 Punkte gesunken. Bestimmend dafür ist die weiter anhaltende Rezession in mehreren Ländern der Eurozone, die die exportorientierte Saarindustrie überdurchschnittlich stark trifft. Eingetrübt haben sich insbesondere auch die Erwartungen der Unternehmen. Der IHK-Erwartungsindikator, der die Aussichten der Betriebe für die kommenden sechs Monate abbildet, fiel recht deutlich um 5,6 Punkte und liegt jetzt mit minus 1,8 Punkten wieder leicht unter der Nulllinie. Das bedeutet: Die Auftriebskräfte werden wohl auch im weiteren Jahresverlauf eher gedämpft bleiben. „Wir erwarten zwar, dass Europa in den nächsten Monaten weitere Fortschritte bei der Überwindung der Rezession machen wird, dass die Weltkonjunktur etwas an Schwung gewinnt und dass unsere Exportwirtschaft davon auch profitiert. Die Impulse werden aber wohl nicht ausreichen, das aufgelaufene Umsatzminus aus dem ersten Halbjahr auszugleichen. Positiv wirkt sich aus, dass der Arbeitsmarkt robust bleibt und der private Verbrauch die Entwicklung im Dienstleistungsbereich stützt. Hier hat sich die Geschäftslage gegenüber dem Vormonat sogar leicht gebessert. Unter dem Strich ist es aus heutiger Sicht wahrscheinlich, dass wir beim Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr erneut einen leichten Rückgang verzeichnen werden, ehe es in 2014 wieder aufwärts geht.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Juliumfrage der IHK Saarland, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Über alle Branchen gesehen bewerten derzeit 41 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 46 Prozent mit befriedigend und 13 Prozent mit schlecht. Am besten laufen die Geschäfte in der Medizin-, Mess- und Automatisierungstechnik. Im Maschinenbau, in der Elektroindustrie sowie in der Gummi- und Kunststoffindustrie wird die Lage überwiegend mit befriedigend bewertet. Das gilt auch für den Fahrzeugbau, wobei hier die Lage zweigespalten ist: Zulieferer deutscher Premiummarken befinden sich weiter im Aufwind, während anderen die Absatzkrise in Südeuropa und Frankreich zu schaffen macht. In einem schwierigen konjunkturellen Umfeld bewegt sich auch die Stahlindustrie. Hier drücken Überkapazitäten in Europa und die Investitionszurückhaltung in der Energiewirtschaft auf die Stimmung. In der Bauwirtschaft halten sich positive und negative Einschätzungen die Waage.

Der Dienstleistungsbereich meldet überwiegend gute Geschäfte. Rund läuft es vor allem bei den Versicherungen. Positive Stimmen erreichen uns auch aus dem Handel, insbesondere aus dem Großhandel und aus dem Lebensmittelbereich. Eher durchwachsen ist dagegen das Geschäft in den Segmenten Bekleidung, Unterhaltungselektronik und bei den Baumärkten. Im Verkehrsgewerbe sowie im Hotel- und Gaststättenbereich wird die Lage überwiegend mit befriedigend eingeschätzt.