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Positive Entwicklung am Saar-Arbeitsmarkt setzt sich fort

Der Saar-Arbeitsmarkt hat auch im Oktober seinen Erholungskurs fortgesetzt. Aktuell sind hierzulande 33.572 Menschen arbeitslos. Das sind 948 Personen weniger als im Vormonat und 5.108 Arbeitslose weniger als im Oktober 2020. Die Zahl der Arbeitslosen an der Saar liegt damit wieder deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und nur noch knapp über dem Vor-Corona-Niveau vom Oktober 2019 mit damals 33.260 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich von 6,5 Prozent im September auf jetzt 6,3 Prozent (Oktober 2020: 7,2 Prozent). Im Bund sank die Quote von 5,4 auf 5,2 Prozent (Oktober 2020: 6,0 Prozent). Der Saar-Arbeitsmarkt hatte sich schon in der Corona-Phase nicht zuletzt wegen der umfangreichen Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes sehr robust gezeigt. Nun wird der temporäre Anstieg der Arbeitslosigkeit wieder mehr und mehr abgebaut. Dank der unverändert hohen Einstellungsbereitschaft der Unternehmen dürfte diese Entwicklung auch weiter anhalten.

Allerdings zeigt sich im Ranking der Bundesländer weiterhin auch die nach wie vor vorhandene relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes. Unverändert weisen nur noch sechs Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 2,9 Prozent – das ist praktisch Vollbeschäftigung – beweist, wie groß der Rückstand inzwischen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit 10,1 Prozent.

In den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes folgte die Entwicklung zwar im Prinzip dem allgemeinen Trend, aber auch diesmal wieder mit Unterschieden im Ausmaß. So sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland von 4,9 auf 4,5 Prozent, im Bund von 4,7 auf 4,2 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen verringerte sich hingegen deutlich schwächer. Während sie deutschlandweit wenigstens noch von 5,8 auf 5,7 Prozent sank, verharrte sie an der Saar bei 6,4 Prozent. Bei der Ausländerarbeitslosigkeit verringerte sich die Quote im Bund von 12,8 auf 12,3 Prozent. Im Saarland verlief die Entwicklung diesmal geringfügig besser, die Quote sank von 18,4 auf 17,8 Prozent. Das Gesamtbild bleibt aber auch diesmal wieder gleich: In allen drei Teilsegmenten des Arbeitsmarktes hinkt das Saarland dem Bund mehr oder weniger deutlich hinterher.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an der Saar ist im August (neuere Daten liegen noch nicht vor) kräftig gestiegen (+3.900). Und auch im Vergleich zum August 2020 bleibt die Beschäftigung mit einem Plus von 2.839 Stellen auf einem deutlichen Erholungskurs. Noch im ersten Quartal dieses Jahres betrug der Verlust im Vergleich zum Vorjahr Monat für Monat stets mehrere Tausend Arbeitsplätze. Trotz dieser insgesamt positiven Entwicklung bleibt das aktuelle Beschäftigungsniveau mit 391.600 Stellen aber nach wie vor unter dem Vor-Corona-Niveau (August 2019: 394.891). Zudem verläuft der Beschäftigungsaufbau im Bund (+1,5 Prozent) und in den meisten anderen Bundesländern erheblich kräftiger. Denn an der Saar beträgt der Zuwachs nur 0,7 Prozent und deshalb belegt das Saarland im Bundesländervergleich auch nur den vorletzten Platz (zusammen mit Sachsen). Schlusslicht bleibt Thüringen.

„Der Saar-Arbeitsmarkt entwickelte sich auch im Oktober weiter positiv, denn die Arbeitslosigkeit ist erneut kräftig gesunken. Angesichts nach wie vor hoher Einstellungsbereitschaft der Unternehmen dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Allerdings sind in zahlreichen Branchen Arbeitskräfte inzwischen so knapp, dass Aufträge teilweise nicht abgearbeitet werden können. Damit die Wirtschaft ihren Aufhol- und Wachstumskurs fortsetzen kann, bedarf es künftig noch größerer Anstrengungen, die Personalengpässe durch die Verringerung der Abbrecherquoten bei Auszubildenden und Studierenden sowie durch mehr qualifizierte Zuwanderung zu entschärfen. Zugleich sollte die neue Bundesregierung alles unterlassen, was Innovationen, Investitionen, Wachstum und Arbeitsplätze gefährden könnte.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (28. Oktober) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.




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