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Saar-Arbeitsmarkt wieder auf Erholungskurs

Nach dem leichten Rücksetzer im Ferienmonat August setzt der Saar-Arbeitsmarkt seinen Erholungskurs im September fort. Aktuell sind im Saarland 34.520 Menschen arbeitslos. Das sind 1.384 Personen weniger als im Vormonat und 5.353 Arbeitslose weniger als im September 2020. Die Zahl der Arbeitslosen an der Saar liegt damit zwar wieder deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, allerdings nach wie vor noch über dem Vor-Corona-Niveau vom September 2019 mit damals 33.343 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich von 6,8 Prozent im August auf jetzt 6,5 Prozent (September 2020: 7,5 Prozent). Im Bund sank die Quote von 5,6 auf 5,4 Prozent (September 2020: 6,2 Prozent). Der Saar-Arbeitsmarkt hat sich in der Corona-Phase sehr robust gezeigt und der Anstieg der Arbeitslosigkeit hielt sich auch dank der Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes in Grenzen. Dank der robusten Konjunktur und steigender Einstellungs- und Investitionsbereitschaft der Unternehmen befindet sich der Saar-Arbeitsmarkt auf einem guten Wege, um im weiteren Verlauf des Jahres weiter Boden gutzumachen.

Trotz dieser positiven Entwicklung zeigt sich im Ranking der Bundesländer aber unverändert die relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes. Nach wie vor weisen nur noch sechs Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 3,2 Prozent beweist wie groß der Rückstand inzwischen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit 10,3 Prozent.

In den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes folgte die Entwicklung zwar im Prinzip dem allgemeinen Trend und im Bund und an der Saar im Gleichschritt, aber auch diesmal durchaus mit Unterschieden im Ausmaß. So sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland von 5,6 auf 4,9 Prozent, im Bund von 5,4 auf 4,7 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen verringerte hingegen deutlich schwächer. An der Saar von 6,5 auf 6,4 Prozent, deutschlandweit von 5,9 auf 5,8 Prozent. Bei der Ausländerarbeitslosigkeit verringerte sich die Quote im Bund von 13,2 auf 12,8 Prozent und im Saarland von 18,8 auf 18,4 Prozent. Das Gesamtbild bleibt auch diesmal wieder gleich: In allen drei Teilsegmenten des Arbeitsmarktes hinkt das Saarland dem Bund mehr oder weniger deutlich hinterher.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an der Saar ist im Juli (neuere Daten liegen noch nicht vor) leicht gesunken (-900). Im Vorjahresvergleich ist die Beschäftigung aber nach wie vor auf einem deutlichen Erholungskurs. Denn mit einem Plus von 3.564 Stellen gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt der Zuwachs jetzt 0,9 Prozent. Noch bis April betrug der Verlust im Vorjahresvergleich stets mehrere Tausend Arbeitsplätze. Trotz dieser insgesamt positiven Entwicklung ist das aktuelle Beschäftigungsniveau mit 387.500 Stellen noch weit von seinen Höchstständen im Herbst 2019 entfernt. Zudem verläuft der Beschäftigungsaufbau im Bund (+1,4 Prozent) und in den meisten anderen Ländern erheblich kräftiger. Deshalb belegt das Saarland im Bundesländervergleich auch nur den drittletzten Platz.

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im September ist ein ermutigendes Signal. Nach dem leichten Anstieg im Ferienmonat August setzt sich der Aufholprozess nun weiter fort. Zwar ist bei Arbeitslosigkeit und Beschäftigung das Vor-Corona-Niveau noch nicht wieder erreicht, aber der anhaltende Fachkräftemangel in vielen Branchen der Saarwirtschaft bietet gerade jungen Menschen gute Chancen auf einen attraktiven Arbeits- und Ausbildungsplatz. Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir deshalb nochmals sinkende Arbeitslosigkeit und einen fortgesetzten Beschäftigungsaufbau. Um dies zu unterstützen, darf die Politik die Einstellungs- und Investitionsbereitschaft der Unternehmen nicht durch zusätzliche Steuern, Abgaben und Bürokratie belasten.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (30. September) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.



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