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Erholung am Saar-Arbeitsmarkt setzt sich fort

IHK: Corona-Einschränkungen rasch aufheben!

01.06.2021

Im Mai ist die Arbeitslosigkeit an der Saar erneut gesunken. Damit hat sich die begonnene Erholung des Arbeitsmarkts von den Auswirkungen der Corona-Pandemie fortgesetzt. Aktuell sind an der Saar 36.913 Menschen arbeitslos. Das sind 1.103 Personen weniger als im Vormonat und 3.143 Arbeitslose weniger als im Mai 2020. Erstmals seit Beginn der Pandemie liegt die Zahl der Arbeitslosen im Saarland damit unter dem Niveau des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote verringerte sich von 7,1 auf sieben Prozent (Mai 2020: 7,5 Prozent). Im Bund sank die Quote von sechs auf 5,9 Prozent (Mai 2020: 6,1 Prozent). Die Daten belegen, dass sich der Saar-Arbeitsmarkt in der Corona-Phase sehr robust gezeigt hat und sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit auch Dank der Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes in Grenzen hielt.

Trotz der aktuell positiven Entwicklung zeigt sich im Ranking der Bundesländer aber unverändert die relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes. Nach wie vor weisen nur noch sechs Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 3,6 Prozent beweist wie groß der Rückstand inzwischen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit elf Prozent.

In den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes verlief die Entwicklung an der Saar und im Bund abermals gleichgerichtet. So sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland von 5,5 auf 5,4 Prozent, im Bund von 5,1 auf 4,9 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen sank hierzulande von 6,9 auf 6,7 Prozent, deutschlandweit von 6,5 auf 6,2 Prozent. Die Ausländerarbeitslosigkeit hat diesmal deutlich stärker als in den anderen Bereichen abgenommen. Im Bund von 14,9 auf 13,9 Prozent und im Saarland von 21,0 auf 19,8 Prozent. Am Gesamtbild ändert sich aber auch diesmal wieder nichts: In allen drei Teilsegmenten des Arbeitsmarktes hinkt das Saarland dem Bund mehr oder weniger deutlich hinterher.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an der Saar ist im März (neuere Daten liegen noch nicht vor) wieder leicht gestiegen. Im Vorjahresvergleich ist die Beschäftigung aber nach wie vor rückläufig. Mittlerweile zum dreizehnten Mal in Folge. Und obwohl die 386.700 Arbeitsplätze immer noch ein hohes Beschäftigungsniveau darstellen, beträgt der Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat immerhin -1,1 Prozent oder -4.475 Stellen. Der Bundesdurchschnitt liegt dagegen inzwischen schon wieder bei einer roten Null. Im Ländervergleich verharrt das Saarland deshalb weiterhin mit Abstand auf dem letzten Platz.

„Der Saar-Arbeitsmarkt lässt die Folgen der Corona-Pandemie langsam hinter sich. Insbesondere die zunehmende Einstellungsbereitschaft in der Industrie und bei unternehmensnahen Dienstleistern wie der IT-Branche, der Zeitarbeit und der Logistik lassen die Arbeitslosigkeit weiter sinken. Zur Verstetigung des Erholungskurses beitragen würde auch eine zügige Rückkehr zur Normalität in den konsumnahen Branchen. Handel, Gastronomie und Tourismus stehen dafür in den Startlöchern und warten auf entsprechende Signale aus der Politik. Diese wäre deshalb gut beraten, die im Saarland verbliebenen Corona-Einschränkungen auch im Sinne der Wettbewerbsgleichheit mit den Nachbarregionen zügig aufzuheben, um zusätzliche Impulse für Neueinstellungen zu geben.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (1. Juni) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

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