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Saarkonjunktur: Chancen auf Belebung im Sommerhalbjahr

Erwartungsindikator erneut gestiegen

22.03.2013

Das Stimmungsbild der Saarwirtschaft hat sich im März erneut etwas aufgehellt. Das zeigen die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Lageindikator ist geringfügig um 0,3 auf 23,0 Punkte gestiegen. Aktuell bewerten rund 86 Prozent der Betriebe ihre Lage mit gut oder befriedigend. Verbessert haben sich auch die Aussichten für die künftige Geschäftsentwicklung: Der IHK-Erwartungsindikator, der bereits im Februar deutlich zugelegt hatte, stieg von minus 0,7 auf plus 1,4 Punkte an. Damit erreichte er erstmals seit dem vergangenen Sommer wieder positives Terrain. „Die Saarwirtschaft befindet sich zwar nach wie vor in einer Phase sehr mäßigen Wachstums. Die Meldungen der Unternehmen signalisieren aber, dass es gute Chancen auf eine konjunkturelle Belebung im Verlauf der Frühjahrs- und Sommermonate gibt. Die Impulse dafür dürften nach Einschätzung der Unternehmen vor allem aus dem Ausland kommen, insbesondere aus Asien und Lateinamerika, aber auch wieder aus den USA. Wenn es Politik und EZB gelingt, weitere Fortschritte bei der Überwindung der Euro-Krise zu erreichen, halten wir beim Export einen Zuwachs von 5 Prozent für möglich. Zugleich hat sich unsere Prognose von einem Prozent für das Saarwachstum in 2013 weiter erhärtet.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die März-Umfrage der IHK Saarland, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 37 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 49 Prozent mit befriedigend und 14 Prozent mit schlecht. Während sich der IHK-Lageindikator in der Industrie um 2,3 auf 4,9 Punkte verbesserte, fiel er im Dienstleistungsbereich um 2,4 auf 40,5 Zähler.

Gute Geschäfte meldet vor allem die Medizin-, Mess- und Automatisierungstechnik. Mit Abstrichen gilt das auch für den Maschinenbau, den Fahrzeugbau, die Elektroindustrie und die keramische Industrie. Gießereien, die Hersteller von Metallwaren, Pharmaunternehmen und die Bauwirtschaft beurteilen ihre Lage überwiegend mit befriedigend. In der Stahlindustrie ist die Geschäftslage dagegen weiterhin angespannt. Hier drücken das schwache Kraftwerksgeschäft und der stockende Ausbau von Windkraftanlagen die Stimmung.

Im Dienstleistungsbereich berichten vor allem die Versicherungen und die IT-Branche über gute Geschäfte. Im Handel ist die Lage gut bis befriedigend. Allerdings hat hier witterungsbedingt das Saisongeschäft in den Bereichen Textil, Bekleidung und Schuhe noch nicht das Vorjahresniveau erreicht. Bei den unternehmensnahen Dienstleistern, im Verkehrsgewerbe und in der Gastronomie ist die Lage weiterhin befriedigend.

Wieder stärkeres Auslandsgeschäft

Für den weiteren Jahresverlauf ist die Saarwirtschaft vorsichtig optimistisch. Das signalisieren die Erwartungen der Unternehmen. Insgesamt rechnen 10 Prozent der befragten Betriebe mit besseren, 82 Prozent mit gleichbleibenden und 8 Prozent mit schlechteren Geschäften.

Gegenüber dem Vormonat haben sich im März vor allem die Aussichten der Industrie aufgehellt. Hauptgrund hierfür ist die gestiegene Zuversicht im Exportgeschäft: Jedes zehnte Unternehmen erwartet steigende Auslandsorders, während es kaum noch Betriebe gibt, die mit einem weiteren Rückgang im Auslandsgeschäft rechnen. Positive Exporterwartungen hegen vor allem der Maschinenbau, die Keramikindustrie und die Hersteller von Metallerzeugnissen.