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Frühjahrsaufschwung erreicht den Arbeitsmarkt

Im April ist die Arbeitslosigkeit an der Saar weiter gesunken. Damit hat die schon im Vormonat begonnene Frühjahrsbelebung endgültig den Arbeitsmarkt erreicht. Trotz weiterhin bestehender Risiken wegen der unklaren Entwicklung des Infektionsgeschehens, dürften die positiven Konjunktursignale aus der Saarwirtschaft und die Fortschritte bei der Corona-Impfkampagne den Saar-Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten weiter beflügeln.

Aktuell sind an der Saar 38.016 Menschen arbeitslos Arbeitslose. Das sind 702 Personen weniger als im Vormonat und nur 16 Arbeitslose mehr als im April 2020. Die Arbeitslosenquote verringerte sich an der Saar von 7,2 auf jetzt 7,1 Prozent und liegt damit auf dem gleichen Niveau wie im April 2020. Im Bund sank die Quote von 6,2 auf sechs Prozent (April 2020: 5,8 Prozent). Wichtig zu wissen ist dabei allerdings, dass im April letzten Jahres die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt erstmals deutlich sichtbar wurden. Die Daten beweisen mithin, dass sich der Saar-Arbeitsmarkt nach diesem ersten Schock sehr robust gezeigt hat und die Arbeitslosigkeit auch Dank der Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes nicht explodiert ist.

Trotz der aktuell positiven Entwicklung zeigt sich im Ranking der Bundesländer aber unverändert die relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes. Nach wie vor weisen nur noch sechs Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 3,7 Prozent beweist wie groß der Rückstand inzwischen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit 11,3 Prozent.

In den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes verlief die Entwicklung an der Saar und im Bund erneut gleichgerichtet. So sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland von 5,8 auf 5,5 Prozent, im Bund von 5,4 auf 5,1 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen sank hierzulande geringfügig von sieben auf 6,9 Prozent, deutschlandweit von 6,6 auf 6,5 Prozent. Leicht abgenommen hat auch die Ausländerarbeitslosigkeit. Im Bund von 15,0 auf 14,9 Prozent, im Saarland von 21,2 auf 21,0 Prozent. Am Gesamtbild ändert sich letztlich aber nichts: In allen drei Teilsegmenten des Arbeitsmarktes hinkt das Saarland dem Bund mehr oder weniger deutlich hinterher.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an der Saar ist im Februar (neuere Daten liegen noch nicht vor) weiter gesunken. Das ist inzwischen der zwölfte Rückgang in Folge. Und obwohl die 386.000 Arbeitsplätze immer noch ein hohes Beschäftigungsniveau darstellen, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahresmonat doch einen deutlichen Beschäftigungsrückgang hierzulande an. Gegenüber Febraur 2020 beträgt er immerhin -1,5 Prozent oder -5.845 Stellen. Damit liegt das Saarland im Ländervergleich mit Abstand auf dem letzten Platz. Der Bundesdurchschnitt liegt dagegen bei nur -0,3 Prozent. Insgesamt ist damit im Jahresdurchschnitt 2020 ein Verlust von rund 4.000 Beschäftigungsverhältnissen an der Saar zu verzeichnen.

„Der Frühjahrsaufschwung hat den Saar-Arbeitsmarkt erreicht. Zwar birgt die Corona-Pandemie weiterhin Unsicherheiten für die Beschäftigungsentwicklung. Jedoch dürften die Fortschritte beim Impfen und die zunehmend guten Konjunkturaussichten der Saarwirtschaft zum weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit im Verlauf des Sommerhalbjahres beitragen. Rückenwind kommt dabei insbesondere von der wieder steigenden Einstellungsbereitschaft im Verarbeitenden Gewerbe und bei unternehmensorientierten Dienstleistern. Um diese nicht zu gefährden, sollte die Politik den Unternehmen jetzt nicht noch weitere Belastungen zumuten.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (29. April) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.


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