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Saarkonjunktur: Auftriebskräfte schwächen sich ab – aber keine Rezession in Sicht

26.09.2011

Die IHK Saarland hat heute die Ergebnisse ihrer neuesten Konjunkturumfrage vorgelegt, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligt haben. Nach dem sehr guten ersten Halbjahr, in dem vor allem die Industrie deutlich zulegen konnte, hat sich die Stimmung in der Saarwirtschaft im September weiter abgekühlt. Das signalisiert der IHK-Klimaindex, der die aktuelle Geschäftslage und die erwartete Geschäftsentwicklung der Unternehmen widerspiegelt. Er ist gegenüber dem Vormonat um fünf auf 149 Punkte gefallen. Die aktuelle Geschäftslage ist nach wie vor gut. Sie wird von den Unternehmen aber nicht mehr ganz so positiv gesehen wie in den Vormonaten: Der IHK-Lageindikator liegt drei Punkte unter dem August-Wert. Eingetrübt haben sich auch die Aussichten der Unternehmen für das kommende Winterhalbjahr. Der IHK-Erwartungsindikator ist deutlich um 4,6 Punkte gesunken und liegt jetzt mit 1,1 Punkten nur noch knapp im positiven Bereich. „Das bedeutet: Die Geschäfte in der Saarwirtschaft laufen zwar weiterhin gut. Die Wirtschaft wächst aber nur noch sehr langsam. Die Schuldenkrise in der Euro-Zone, die schwächelnde Konjunktur in den USA und die nachlassende Dynamik in den Schwellenländern dämpfen das Wachstum auch hierzulande. Die Risiken für den weiteren Konjunkturverlauf sind gewachsen. Einige Unternehmen verschieben geplante Erweiterungsinvestitionen deshalb auf der Zeitachse nach hinten. Eine Rezession ist bislang aber nicht in Sicht. Für das gesamte Jahr erwarten wir trotz der gedämpften Dynamik ein Saarwachstum in der Größenordnung von drei Prozent.“ So kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Ergebnisse der Umfrage.

Trotz des Rücksetzers bei der Lagebeurteilung bewegt sich der IHK-Lageindikator mit 34,4 Punkten nach wie vor auf einem hohen Niveau. Insgesamt bewerten derzeit 41 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 52 Prozent mit befriedigend und 7 Prozent mit schlecht. In der Industrie sind die Kapazitäten weiterhin gut bis sehr gut ausgelastet und die Auftragsbestände relativ hoch.

Gute Geschäfte melden weiterhin der Fahrzeugbau, der Maschinenbau, die Medizin-, Mess- und Automatisierungstechnik sowie der Stahlbau. Im Ernährungsgewerbe, in der Elektroindustrie und bei den Gießereien ist die Lage überwiegend befriedigend. Die Bauwirtschaft erhält leichten Rückwind vom Gewerbebau, während der Wohnungsbau weiter schleppend verläuft. Im Handel, im Verkehrsgewerbe und bei den unternehmensnahen Dienstleistern ist die Lage eher befriedigend als gut.

Der Arbeitsmarkt wird trotz des nur noch geringen Wachstums in den Wintermonaten weiter robust bleiben. Viele Unternehmen suchen derzeit noch Fachkräfte, um die vorliegenden Aufträge abarbeiten zu können. Zudem steht der Arbeitsmarkt inzwischen deutlich im Zeichen des demografischen Wandels. Giersch: „Die Unternehmen werden deshalb alles daran setzen, ihre Arbeitskräfte auch in einer schwächeren Konjunkturphase zu halten.“