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 Motiv: ©dusanpetkovic1  - stock.adobe.com

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Kennzahl: 17.14655
30.10.2019

Kaum noch Bewegung auf dem Saar-Arbeitsmarkt


Am Saar-Arbeitsmarkt fällt der saisonübliche Herbstaufschwung in diesem Jahr weitgehend aus. Im Oktober blieb die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert. Im Bund ist dagegen noch ein Rückgang der Arbeitslosenzahl feststellbar - allerdings fällt auch dieser nicht besonders kräftig aus. Insgesamt steigt durch den konjunkturellen Abwärtstrend weiter der Druck auf den Arbeitsmarkt. Das gilt besonders für das Saarland, das nun bereits den sechsten Monat in Folge einen Anstieg der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr verkraften muss – und mit jedem Mal fällt dieser größer aus.

Aktuell sind an der Saar 33.260 Menschen arbeitslos. Das sind nur 83 Personen weniger als im September aber 2.739 Arbeitslose mehr als im Oktober 2018. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,2 Prozent, im Oktober 2018 betrug sie noch 5,8 Prozent. Im Bund sank die Quote leicht von 4,9 auf 4,8 Prozent (Oktober 2018: 4,9 Prozent). Die relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes offenbart sich auch im Ranking der Bundesländer. Weiterhin weisen nur noch fünf Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 2,7 Prozent beweist dabei, wie weit das Saarland inzwischen zurückgefallen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit unverändert zehn Prozent.

In einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes verlief die Entwicklung erneut uneinheitlich. An der Saar wie auch im Bund verringerte sich die Jugendarbeitslosigkeit im Oktober deutlich. Hierzulande sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen von 5,9 auf 5,3 Prozent. Im Bund fiel sie von 4,7 auf 4,2 Prozent. Bei der Arbeitslosigkeit älterer Menschen zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Während die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen deutschlandweit unverändert 5,2 Prozent betrug, stieg sie an der Saar von 5,6 auf 5,8 Prozent. Nur geringe bis keine Fortschritte gab es im Oktober bei der Bekämpfung der Ausländerarbeitslosigkeit. Bundesweit sank die Quote arbeitsloser Ausländer leicht von zwölf auf 11,9 Prozent. Im Saarland stehen unverändert 18,6 Prozent zu Buche. Insgesamt hinkt das Saarland dem Bund in allen drei Teilsegmenten des Arbeitsmarktes weiterhin mehr oder weniger deutlich hinterher.

Das Beschäftigungsniveau ist im August (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) bundesweit wie auch an der Saar wieder gestiegen. Diese Entwicklung folgt dem langjährigen Trend und verlief dabei am aktuellen Rand hierzulande sogar deutlich günstiger als in Deutschland insgesamt. Mit einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber Juli schnitt das Saarland verglichen mit dem Bund (plus 0,8 Prozent) überdurchschnittlich gut ab. Im Vorjahresvergleich drehen sich die Verhältnisse jedoch vollständig um. An der Saar beträgt der Beschäftigungsaufwuchs gegenüber August 2018 nur plus 0,2 Prozent. Im Bund sind hingegen 1,5 Prozent Wachstum feststellbar. Im Länderranking liegt das Saarland im Vorjahresvergleich deshalb auch weiterhin auf dem drittletzten Platz. Auf den letzten Plätzen liegen unverändert Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Bremsspuren durch die konjunkturelle Schwäche sind inzwischen auch bei der Beschäftigungsentwicklung unverkennbar.

„Üblicherweise fällt im Herbst die Arbeitslosigkeit. In diesem Jahr ist das anders. Denn die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Oktober gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Auffallend ist auch, dass die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich bereits zum sechsten Mal in Folge gestiegen ist. Das signalisiert, dass die schwache Konjunktur am Arbeitsmarkt angekommen ist. Gleichwohl rechnen wir im Jahresschnitt noch mit einem leichten Plus bei der Beschäftigung.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (30. Oktober) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.


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