Sprungmarken zu den wichtigsten Seitenabschnitten


Suche Hauptnavigation A-Z Übersicht Hauptinhalt Servicelinks

Internetpräsentation IHK Saarland - Partner der Wirtschaft


Aktuelles

Kennzahl: 17.16164

Saar-Arbeitsmarkt weiter auf Erholungskurs

IHK-Prognose: Nochmals 2.500 Arbeitslose weniger bis Jahresende

30.06.2021

Am Arbeitsmarkt setzt sich die Erholung von den Auswirkungen der Corona-Pandemie fort. Auch im Juni ist daher die Arbeitslosigkeit weiter gesunken. Aktuell sind im Saarland 36.342 Menschen arbeitslos. Das sind 571 Personen weniger als im Vormonat und 4.014 Arbeitslose weniger als im Juni 2020. Die Zahl der Arbeitslosen an der Saar liegt damit zwar wieder deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, allerdings nach wie vor ebenso deutlich noch über dem Vor-Corona-Niveau vom Juni 2019 mit damals 32.287 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich von sieben Prozent im Mai auf jetzt 6,9 Prozent (Juni 2020: 7,6 Prozent). Im Bund sank die Quote von 5,9 auf 5,7 Prozent (Juni 2020: 6,2 Prozent). Der Saar-Arbeitsmarkt hat sich in der Corona-Phase sehr robust gezeigt und der Anstieg der Arbeitslosigkeit hielt sich auch dank der Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes in Grenzen. Mit weiter anziehender Konjunktur und steigender Investitionsbereitschaft der Unternehmen befindet sich der Saar-Arbeitsmarkt auf einem guten Wege, um im zweiten Halbjahr weiter Boden gutzumachen.

Trotz dieser positiven Entwicklung zeigt sich im Ranking der Bundesländer aber unverändert die relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes. Nach wie vor weisen nur noch sechs Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 3,4 Prozent beweist wie groß der Rückstand inzwischen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit 10,7 Prozent.

In den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes folgte die Entwicklung diesmal zwar im Prinzip dem allgemeinen Trend, dabei aber durchaus mit Unterschieden im Ausmaß. So sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland von 5,4 auf 5,1 Prozent, im Bund hingegen nur von 4,9 auf 4,8 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen verharrte an der Saar bei 6,7 Prozent, deutschlandweit sank sie von 6,2 auf sechs Prozent. Bei der Ausländerarbeitslosigkeit schwächte sich der zuletzt kräftige Rückgang deutlich ab. Im Bund verringerte sich die Quote von 13,9 auf 13,5 Prozent und im Saarland von 19,8 auf 19,3 Prozent. Das Gesamtbild bleibt auch diesmal wieder gleich: In allen drei Teilsegmenten des Arbeitsmarktes hinkt das Saarland dem Bund mehr oder weniger deutlich hinterher.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an der Saar ist im April (neuere Daten liegen noch nicht vor) erneut leicht gestiegen. Im Vorjahresvergleich ist die Beschäftigung aber nach wie vor rückläufig. Allerdings scheint auch hier die Talsohle der Corona-Auswirkungen erreicht zu sein. Denn mit einem Minus von 563 Stellen gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt der Rückgang nur noch -0,1 Prozent. In den Monaten zuvor betrug der Verlust im Vorjahresvergleich stets mehrere Tausend Arbeitsplätze. Auch wenn sich damit Licht am Ende des Tunnels abzeichnet, ist das aktuelle Beschäftigungsniveau mit 387.400 Stellen noch weit von seinen Höchstständen im Herbst 2019 entfernt. Im Bund und in den anderen Ländern hingegen wurde der Turnaround bei der Beschäftigungsentwicklung bereits geschafft. Deshalb belegt das Saarland im Bundesländervergleich weiterhin den letzten Platz.

„Der Saar-Arbeitsmarkt hat sich im Juni weiter von seinen Einbrüchen im Corona-Jahr 2020 erholt. Neben der erneut gesunkenen Arbeitslosigkeit ist nun auch bei der Beschäftigung eine Trendwende zu erkennen. Für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einem fortgesetzten Rückgang der Arbeitslosigkeit um bis zu 2.500 Personen und mit einem Aufwuchs der Beschäftigung im vergleichbaren Umfang. Rückenwind dafür liefert neben der steigenden Konsumneigung privater Haushalte die anziehende Investitionsbereitschaft der Saarunternehmen, die vielfach auch auf Kapazitätsausweitungen abzielt. Um diese Dynamik zu verstetigen, wäre jetzt ein Standortaufwertungsprogramm mit mehr öffentlichen Leitinvestitionen, mehr Tempo bei Planungs- und Genehmigungsverfahren und einer nachhaltigen Senkung der Standortkosten hilfreich.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (30. Juni) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.


Arbeitsmarkt März/2021_1 (jpg)

Arbeitsmarkt März 2021/2

Arbeitsmarkt März2021/3 (png)

Arbeitsmarkt März2021/4 (png)

Arbeitsmarkt März2021/5 (png)

Arbeitsmarkt März 2021/6 (png)