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Saarwirtschaft geht mit verhaltenem Optimismus ins neue Jahr

Geschäftslage besser, Aussichten weiter positiv

18.12.2013

Die Konjunktur an der Saar hat sich zum Jahresende weiter gefestigt. Das signalisiert der IHK-Lageindikator, der die aktuelle Geschäftslage der Unternehmen widerspiegelt. Er ist im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,3 Punkte auf 33,3 Zähler gestiegen und erreicht in etwa den Stand von Juli 2012. Der Anstieg beruht zu gleichen Teilen auf Verbesserungen in der Industrie und im Dienstleistungsbereich. Positiv bleiben auch die Aussichten der Unternehmen. Der IHK-Erwartungsindikator, der die Geschäftserwartungen für das erste Halbjahr 2014 abbildet, ist leicht um 0,1 Punkte auf 4,2 Zähler gestiegen. Die Erholung der Konjunktur, die im Herbst zaghaft eingesetzt hat, dürfte sich damit in den kommenden Winter- und Frühjahrsmonaten weiter fortsetzen. „Derzeit bewegt sich die Saarwirtschaft noch auf einem relativ flachen Wachstumspfad. Wir sehen aber gute Chancen, dass die Saar-Konjunktur im Verlauf des nächsten Jahres zunehmend an Dynamik gewinnen wird. Denn unsere Exportwirtschaft wird profitieren, wenn die Weltkonjunktur anzieht und wenn die südeuropäischen Länder weitere Fortschritte bei der Überwindung ihrer Struktur- und Haushaltsprobleme machen. Beides ist aus heutiger Sicht wahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund erwarten wir – nach zwei Minus-Jahren beim BIP – für 2014 wieder ein kräftiges Wachstum in der Größenordnung von zwei bis 2,5 Prozent (DIHK für Deutschland: 1,7 Prozent, Ifo: 1,9 Prozent). Für realistisch halten wir ein solches Saarwachstum auch deshalb, weil das Ausgangsniveau in der Industrie – vor allem in den Kernbranchen Fahrzeugbau und Stahlindustrie – aktuell noch deutlich gedrückt ist und insbesondere im Fahrzeugbau gute Aufholchancen bestehen.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Dezemberumfrage der IHK Saarland, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 44 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 46 Prozent mit befriedigend und 10 Prozent mit schlecht. Mit viel Schwung laufen die Geschäfte vor allem in der Medizin-, Mess- und Automatisierungstechnik. Überwiegend positive Lagemeldungen kommen auch aus dem Fahrzeugbau und dem Maschinenbau. In der Bauwirtschaft, in der Elektroindustrie, im Stahlbau, in der Ernährungsindustrie, bei den Gießereien und bei den Herstellern von Metallwaren ist die Lage eher befriedigend. Weiterhin getrübt ist die Stimmung in der Stahlindustrie. Hier fehlt es vor allem an Aufträgen an Rohrblechen.

Aus dem Dienstleistungsbereich erreichen die IHK fast nur positive Stimmen. Besonders lebhaft geht es bei den Versicherungen und in den großen Handelshäusern zu. In der IT-Branche, im Verkehrsgewerbe sowie im Hotel- und Gaststättenbereich ist die Lage überwiegend befriedigend.

Den Investitionsstandort Deutschland attraktiv halten


Die Saarwirtschaft ist für das erste Halbjahr 2014 verhalten optimistisch. Insgesamt rechnen 14 Prozent der Betriebe mit besseren, 76 Prozent mit gleichbleibenden und 10 Prozent mit schlechteren Geschäften. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen vor allem auch aus der Industrie und hier insbesondere aus dem Maschinenbau, von den Gießereien sowie den Herstellern von Metallwaren. Positiv gestimmt sind zudem der Handel, Versicherungen und die IT-Wirtschaft.

Die Perspektiven bei Wachstum und Beschäftigung hängen ein Stück weit auch davon ab, dass die Investitionen in Deutschland wieder in Gang kommen. Giersch: „Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Energiepolitik zu. Hier brauchen wir möglichst bald Reformen, die die Marktkräfte stärken und sicherstellen, dass Strom in Deutschland bezahlbar bleibt. Gerade für die energieintensive Industrie ist das notwendig, damit sich Investitionen am Standort Deutschland weiterhin rechnen.“