Offizielle Internetpräsentation der IHK Saarland



 Motiv: ©Andrey Popov - Fotolia.com

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Kennzahl: 17.15064
11.03.2020

Ergebnisse der IHK-Blitzumfrage: Saarwirtschaft von Auswirkungen der Corona-Krise erheblich betroffen

IHK: Mit entschlossenem und raschem Handeln die Unternehmen unterstützen!


Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Saarwirtschaft sind inzwischen deutlich spürbar. Die Unternehmen leiden insbesondere unter teils erheblichen Umsatzrückgängen auf Grund rückläufiger Nachfrage nach Produkten und  Dienstleistungen. Hinzu kommen beachtliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit durch Produktionsausfälle, Störungen der Lieferketten und fehlende Waren, Reiseeinschränkungen, Krankheitsausfälle, Liquiditätsengpässe oder Unsicherheiten über künftige Investitionen.

IHK-Geschäftsführer Dr. Carsten Meier: „Angesichts der aktuellen Entwicklung in der Region Grand Est, aus der täglich 20.000 Menschen ins Saarland einpendeln und die im Extremfall als Arbeitskräfte und Konsumenten fehlen, dürfte sich die Lage in den kommenden Wochen weiter verschärfen. Wir müssen daher für dieses Jahr mit einem empfindlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Saarland und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnen. Um dies abzufedern ist rasches und entschlossenes Handeln geboten. Ganz dringend brauchen die Unternehmen jetzt schnell wirkende Liquiditätshilfen, konkrete Ansprechpartner in den Behörden und detaillierte Informationen. Den Ankündigungen des Koalitionsausschusses müssen jetzt zügig bedarfsgerechte Hilfen folgen, die es den Unternehmen und den Beschäftigten ermöglichen, diese Krise zu meistern."

Die wesentlichen Ergebnisse im Überblick:
  • Rund 80 Prozent der Unternehmen im Saarland melden Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, in der Hotellerie und Gastronomie sind sogar alle Unternehmen betroffen.
  • Vier von zehn Unternehmen im Saarland erwarten einen Rückgang des Umsatzes in diesem Jahr als Folge des Coronavirus. 60 Prozent von ihnen gehen von Umsatzeinbußen von mehr als 10 Prozent aus. 40 Prozent können zu den wirtschaftlichen Folgen noch keine Einschätzung abgeben.
  • 82 Prozent der Unternehmen sind bereits aktiv geworden und haben Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiter eingeleitet. Dies betrifft vor allem die Beschaffung von Desinfektions- und Hygiene-Material (61 Prozent), die Absage von Geschäftsreisen und Veranstaltungen (54 Prozent), den Ausbau des innerbetrieblichen Kommunikationsnetzes (38 Prozent) sowie die Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen (32 Prozent).  
  • Nahezu alle Unternehmen haben einen erhöhten Informationsbedarf zum Umgang mit Infizierten und Verdachtsfällen innerhalb der Belegschaft.
  • Konkrete wirtschaftspolitische Sofortmaßnahmen sollten aus Sicht der Unternehmen insbesondere auf die Beschäftigungs- und Liquiditätssicherung (47 bzw. 40 Prozent) in den Betrieben sowie auf temporäre Steuererleichterungen (28 Prozent) abzielen. Für ein generelles Konjunkturprogramm sprechen sich 40 Prozent der Unternehmen aus.
Zu den Ergebnissen im Detail siehe hier:

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