Offizielle Internetpräsentation der IHK Saarland



 Motiv: © Halfpoint - Fotolia.com

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11.12.2013

75 Unternehmen mit Gütesiegel „Familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer wirbt für familienfreundliche Arbeitswelt


75 saarländische Unternehmen, die durch eine besonders familienfreundliche Personalpolitik überzeugen, wurden heute (11. Dezember 2013) in der IHK mit dem Gütesiegel „Familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet. Das Gütesiegel wurde gemeinsam von IHK Saarland, Handwerkskammer des Saarlandes und Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie entwickelt, um die Arbeitswelt im Saarland noch familienfreundlicher zu machen, Geleistetes zu honorieren und um zusätzliche Anreize für familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen zu schaffen. Die mit dem Gütesiegel ausgezeichnet Unternehmen haben einen intensiven Zertifizierungsprozess durchlaufen. Das für zwei Jahre gültige Zertifikat bestätigt nun die Einhaltung definierter Mindeststandards und enthält zugleich eine Zielvereinbarung, die regelt, was das Unternehmen künftig zusätzlich leisten wird. Damit wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet.

Mehr Frauen für den Arbeitsmarkt

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer warb vor den 250 Gästen in der IHK für eine noch familienfreundlichere Arbeitswelt: „Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels zählen familienpolitische Komponenten zu entscheidenden Kriterien bei der Wahl des Arbeitgebers. Die heute ausgezeichneten Unternehmen haben sich qualifiziert, wurden zertifiziert und erhalten dafür symbolisch dieses Gütesiegel. Ich hoffe, dass noch viele Unternehmen folgen werden." IHK-Vizepräsidentin Petra Krenn betonte das gemeinsame Engagement von Landesregierung und Kammern. Hier zeige sich, dass Fachkräftesicherung eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Krenn: „Wir wollen und wir müssen auch weiterhin mit vereinten Kräften alle Potentiale heben, damit der Fachkräftemangel hierzulande nicht zur Wachstumsbremse wird“. Die größte Chance und das größte Potenzial lägen darin, noch mehr Frauen für den Arbeitsmarkt zu gewinnen und die Erwerbsbeteiligung der Frauen auf das Niveau der skandinavischen Länder zu erhöhen. „Unser Saarland muss Pionierland in Sachen Familienfreundlichkeit werden. Dafür brauchen wir eine familienfreundliche Arbeitswelt und staatliche Betreuungsangebote mit möglichst flexiblen Öffnungszeiten“, so Petra Krenn.

Wettbewerbsvorteil durch Familienfreundlichkeit

Trotz aller erkennbaren Fortschritte gäbe es hier durchaus auch noch Luft nach oben. Künftig, so Krenn, dürfe es in unserer Gesellschaft nicht mehr heißen „Kinder oder Karriere“, „Beruf oder  Pflege“, sondern ganz selbstverständlich „Kinder und Karriere, Beruf und Pflege“. Handwerkspräsident Hans-Alois Kirf hob die Bedeutung einer familienfreundlichen Arbeitswelt für die Steigerung der Arbeitgebermarke hervor: „Die große Mehrheit gut ausgebildeter Frauen und Männer will neben ihrem Beruf Zeit haben, sich um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu kümmern. Wer das als Arbeitgeber berücksichtigt, hat nicht nur bessere Chancen, neue Mitarbeiter zu gewinnen, sondern fördert bei seinen Mitarbeitern auch die Motivation und Loyalität. Unternehmen, die jetzt auf Familienfreundlichkeit setzen, werden einen Wettbewerbsvorteil haben“, so Kirf.

Weitere Informationen:

Für alle Unternehmen, die noch familienfreundlicher werden wollen, stehen Ute Knerr und Elisabeth Hessedenz von der Servicestelle „Arbeiten und Leben im Saarland“ als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Sie informieren, beraten und bieten Veranstaltungen zu allen Fragen rund um eine familienfreundliche Arbeitswelt und zum Gütesiegel an. Unternehmen können dieses Angebot kostenlos nutzen.

Kontakt:
Ute Knerr, Telefon 0681-9520460, ute.knerr@zpt.de
Elisabeth Hessedenz, Telefon 0681/9520453, elisabeth.hessedenz@zpt.de