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Ein Stück Zukunftssicherung für den Flughafen Saarbrücken

IHK-Vollversammlung begrüßt neue Angebote ab Flughafen Saarbrücken-Ensheim

26.06.2007

„Das neue Angebot der Air Berlin ab Saarbrücken-Ensheim stärkt nicht nur die Position des Saarflughafens gegenüber den übrigen Flughäfen der Region – es ist vor allem auch eine spürbare Aufwertung für den Wirtschaftsstandort Saarland.“ Zu dieser Auffassung kam die Vollversammlung der IHK Saarland auf ihrer Sitzung am 25. Juni 2007 in Saarbrücken. Die Landesregierung habe damit eine passende Antwort auf die Hausforderung aus Zweibrücken gefunden. Mit der Ansiedlung des größten deutschen Low-Cost-Carrier in Saarbrücken/Ensheim und dem Angebot von Billigflügen ab Saarbrücken könne sich der Saarflughafen erstmals ein ganz neues Kundenpotenzial erschließen. Über das Luftdrehkreuz Tegel hätten Fluggäste aus der SaarLorLux-Region künftig die Möglichkeit, das breite Angebot von Air Berlin zu günstigen Tarifen zu nutzen.

Vor allem erwartet die IHK-Vollversammlung, dass sich die Preisstrukturen durch den neuen Wettbewerber deutlich zugunsten der Passagiere verändern. Schließlich böte Air Berlin europaweit preisgünstige Tickets an, die dann auch über die Drehkreuze München und Mallorca eine Vielzahl von Verbindungen zu Geschäfts- und Urlaubszielen ermöglichen. Für viele saarländische Unternehmen und ihre Geschäftspartner bedeuten die neuen Tarife eine spürbare Entlastung ihrer Reisekostenbudgets. Jetzt komme es darauf an, wie sich die Cirrus Airlines vor dem Hintergrund der neuen Wettbewerbssituation positioniere. Ein Blick in die jüngste Vergangenheit zeige jedenfalls, dass Regionalflughäfen ohne die Zusammenarbeit mit sogenannten „Billig-Airlines“ kaum positive Entwicklungschancen hätten. Mit dem Einstieg von Air Berlin habe sich diese Zukunftschance jetzt auch für Saarbrücken eröffnet. Und nach Übernahme der Fluggesellschaft LTU durch Air Berlin seien die Entwicklungschancen Saarbrückens zu einem Zubringerflughafen für Urlaubsfernflüge noch besser.

Ausdrücklich begrüßt die IHK-Vollversammlung, dass die Landesregierung die Option auf eine Verlängerung und Verlegung der Landebahn in Saarbrücken offen halte. Auch wenn derzeit kein aktueller Handlungsbedarf bestehe, sei dies die Voraussetzung dafür, Bestand und Entwicklungschancen des Saar-Flughafens dauerhaft zu sichern. Zudem verbessere sich dadurch die Verhandlungsposition, um eine sinnvolle und kooperative Arbeitsteilung mit dem Flughafen Zweibrücken zu erreichen.

Weitere Informationen:
Volker Giersch, Telefon 0681/9520-100